Donnerstag, Februar 07, 2013

Wellness statt Essen geniessen: Kein Essen aus Langeweile

Sehen Sie in den Kühlschrank oder in die Süssigkeiten-Schublade, wenn Ihnen langweilig ist? Wenn Sie Langeweile haben, schauen Sie erst mal, was der Kühlschrank so hergibt? Da befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Laut einer Umfrage der DAK essen fast ein Viertel der Befragten aus Langeweile und nicht, weil sie Hunger haben.

 Die Ergebnisse beruhen auf einer Untersuchung, die
forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, Berlin und Dortmund, im Auftrag der DAK durchgeführt hat.

Befragt wurden insgesamt 1.002 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahre in Ost- und Westdeutschland. Die Befragung erfolgte mit Hilfe computergestützter Telefoninterviews.



Es liegt auf der Hand, dass solche Verhaltensweisen  sich langfristig auf der Waage bemerkbar machen. Ebenso liegt es allein in Ihrer Hand, dies nicht zuzulassen, sondern solche Gewohnheiten zu ändern.

So können Sie bei der Langeweile wie bei den anderen Punkten sich selbst einmal fragen:
  • Habe ich mich heute gelangweilt?
  • In welcher Situation kam Langeweile auf und warum?
  • Habe ich in dieser Situation etwas gegessen?
  • Hatte ich wirklich Hunger?
  • Hätte ich mir die Langeweile vielleicht auch anders vertreiben können?
  • Welche besseren Möglichkeiten hätten sich in dieser Situation angeboten?
  • Würde ich mich besser fühlen, wenn ich nichts gegessen, sondern etwas
    anderes getan hätte, um mir die Langeweile zu vertreiben?
1. Stellen Sie sich Fragen und führen Sie zB eine Woche lange eine Liste 
 über Ihre Essgewohnheiten und wann sie was  jeweils gegessen haben. Beim Lesen, beim Fernsehen, aus Langeweile usw.
Gewöhnen Sie sich an, jedes Mal, wenn Sie beim Fernsehen das Bedürfnis haben, nach etwas zu essen zu sehen, stattdessen 5 bis 10 Knie- oder Rumpfbeugen, 20 Situps oder ähnliche Übungen zu machen. Legen Sie sich Hanteln auf Couch oder in den Sessel, in dem Sie üblicherweise Fernsehen und nutzen Sie diese während des Fernsehens jedes Mal, wenn Sie nach etwas zu essen greifen oder aufstehen wollen.
Stellen Sie eine Karaffe mit Wasser neben sich - am Schreibtisch, auf den Couchtisch, neben den Sessel, neben den Computer.... trinken Sie langsam mindestens 1- 2 Gläser, anstatt zum Kühlschrank zu gehen. Zum einen vermeiden Sie den Weg in die Küche, wo Sie erst ein getränk holen müssen, wenn Sie immer etwas neben sich stehen haben und kommen dann nicht am Kühlschrank und der Versuchung vorbei, diesen zu öffnen. Zum anderen sorgen Sie zugleich dafür immer genug zu trinken. Und Trinken stillt das vermeintliche Hungergefühl, das Sie mit Langweile verknüpfen.

2. Wellness-Moments

Kennen Sie das aus Ihrer Kindheit: Trostpflaster wie Belohnungen mit Süssem oder Essbarem?  Auch wenn sich diese Verhaltensweisen im Erwachsenenalter fortgesetzt haben, lässt sich diese Gewohnheit ändern:

Überlegen Sie sich Alternativen, die Sie ablenken und Ihnen Spass machen, gut tun, Wellness-Momente und kleine Inseln, immer dann, wenn Sie sonst essen oder naschen würden:

Schreiben Sie eine Liste, was Sie besonders mögen: Ein spannendes Buch, ein Einkaufsbummel, Musik hören,  Freunde treffen. Wie wäre es, mit einem neuen Sport zu beginnen oder einem neuen Hobby. Tanzen, Stricken (da haben Sie auch keine Hand frei, um nebenbei zu naschen), Fotografieren oder wie wäre es mit Engagement in einem Verein?

Jedes Mal, wenn Sie aus Langeweile oder beim TV usw zum Essen greifen wollen, suchen Sie sich etwas aus der Liste aus, das Sie stattdessen tun können. Hängen Sie diese Liste an den Kühlschrank, so dass Sie nicht daran vorbeikommen, wenn Sie ihn öffnen wollen.

Je öfter Sie bei Langeweile eine Aktivität aus Ihrer Wohlfühlliste umsetzen, desto schneller wird das neue Verhalten zur Routine. Sie werden sehen, bald gehört Essen aus Langeweile der Vergangenheit an.

Überlegen Sie auch, was Sie für Süssigkeiten und Knabberzeug oder Schokolade an Geld ausgeben, zB in einem Monat. Auf der Hüfte ärgern Sie sich darüber. Wenn Sie stattdessen ein spannendes Buch kaufen, ins Kino gehen oder sich eine Massage, einen Saunabesuch oder ein Konzert gönnen, haben Sie doppelt etwas davon: Weniger Hüftgold, weniger Langeweile, mehr Abwechslung und Streicheleinheiten für Body and Soul.

3. Erfüllen Sie sich kreative Wünsche
Sie würden gerne malen, ein Instrument spielen oder ein Buch schreiben?

Machen Sie einen Schritt, denn wenn Sie es nicht versuchen, werden Sie nie erfahren, welche Talente überhaupt in Ihnen stecken. Volkshochschulen, Vereine und Gruppen in Social Communities bieten Mal-, Zeichen- und Fotografiekurse oder -Treffen an und bei vielen Musikschulen gibt es Schnupperangebote und viele Gemeinden haben einen Chor, der Mitglieder suchen könnte.

4. Kunst statt Essen geniessen: 

Sind Sie interessiert an Kunst und Kultur? Oder haben Sie ohnehin schon lange Lust, sich mehr damit zu befassen? Bei den vielen Angeboten von Museum, Theater, Philharmonie, Oper, Musical bis Ballett und Tanz ist für jeden etwas dabei.  Abonnements können motivieren, es auch zu nutzen. Wenn Sie aber nicht wissen, ob sie für ein ganzes Jahr wirklich Spass daran haben, kann es für den Anfang eine geringere Hürde sein, zunächst einzelne Veranstaltungen auszusuchen und sich mit Freunden zu treffen und regelmässig gemeinsam etwas zu unternehmen. Da jeder einen anderen Geschmack haben kann, wäre abwechselnde Wahl der Themen und Bühnen, Musik, Konzerte und Tanz nicht nur gut, damit jeder etwas davon hat, sondern auch um Neues kennenzulernen.  Beim anschliessenden Ausklang des Abends können Sie den nächsten gemeinsamen Genuss planen:

5. Wellness statt Essen geniessen:
 Auch das können Sie gemeinsam mit Kollegen, Freunden, Familie - Sport, Schwimmen, Wandern, Langlaufen und vieles mehr. Warum nicht dann ausklingen lassen bei Wellness mit Sauna, Moor- oder anderen Kuren und Anwendungen für den Körper und die Seele? Viele Anbieter haben hierfür Gutscheine und Schnupperangebote.

Und wenn Sie trotz allem Lust auf etwas zu naschen haben?

Stellen Sie sich Obst parat, wie zB eine Schale Blaubeeren oder anderer Beeren, Physalis oder in  Scheiben geschnittene Äpfel, Birne, Banane usw und ein Spiesschen - Sie sind länger damit beschäftigt und naschen nebenbei noch gesunde Vitamine.
 

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