Mittwoch, August 12, 2009

Lizchen goes Alsace



Inspirationen

von Burgen und anderen Impressionen.


Was macht man, wenn der beste meiner Söhne für ein Jahr nach Australien geht? Und man mal eben deswegen mit ihm von MUC nach FFT am Main mit dem Auto fahren muss als Abflug-Flughafen? Rischtisch. Man sucht sucht sich am besten für gleich anschliessend erstens etwas, wie man die anschliessende Rückfahrt sinnvoll nutzen kann. Und noch besser: Man macht was draus, um dann auch nicht gleich wieder daheim in die verflixt viel ruhigere gemeinsame Wohnung zurückzukehren. Wenigstens für die Zeit, bis man technisch, zeitzonenmässig und auch flugzeitenangepasst und nach dem ersten dortigen Trubel seiner work & travel Organisation für Ankunft, Einführungsseminar und Unterkunftssuche und bis zur ersten "Zapfsäule für Internetsaft" mit einer ersten Mailnachricht rechnen kann, dass alles erst mal gut gelandet und angekommen ist. dbmS ebenso wie Gepäck und dass Dach über dem Kopf und erste andere Schritte geregelt sind. Das bedeutete vom Abflugtag 10. August mitternachts in Frankfurt bis ca Freitag Zeit outdoor zu füllen, die erstens am besten irgendwie geschäftlich nutzbar ist und zweitens so beschäftigte, dass man gar nicht erst ins "richtige" Sorgen machen kommen konnte. [ Mütter wissen, warum das so intoniert wird, alle anderen bitte einfach weitergehen...äh...weiterlesen, .... ;-) ] DANN - wenn Mail aus Sydney zu erwarten war - WOLLTE ich allerdings dann auch wieder daheim sein. Und MUSSTE es auch, derbedingt durch den Abflugflughafen und mangels eigenem Auto - notwendige Leihwagen musste zeitgleich wieder abgeliefert werden.

Was macht Lizchen draus? Abgesehen von einem Termin in verschiedenen Ämtern und Archiven und einem beruflichen Termin? Logisch, Fotoserie, Markt-, Rezept und Produktrecherche, Reiseroute mit einem "Schlenker" nach Kaiserslautern und von dort ab an die Weinstrasse und ins Elsass. Dort weiter nur mit groben Muss-Streckenpunkten in Wissembourg, Strasbourg, Riquewihr, Colmar und von dort aus über Meersburg dann die Kurve back to home. Dazwischen alles erlaubt, jeder Schleichweg, jeder etwaige Umweg, jede Geschmacks-, Einkaufs- und Kostprobe, jede zufällige und unerwartete, ungeplante Überraschung am Weg. Geplant war nur, das Leihautochen musste allerdings dann auch rechtzeitig wieder Freitag frühmorgens abgeliefert sein.

Auch weil die Route als Selftest gedacht war - mit einem bestimmten vorher begrenzten Budget eine solche Route zu machen und auszuprobieren, wie weit Richtung MINIMUM-Budget das machbar ist. Warum man sowas macht ? Fun muss sein. :-)

Übernachtungen waren ebenso ungeplant, die "schlimmstenfalls wenn gar nix zu finden sein sollte, wird 's eben mal ne Nacht im Auto"-Nummer war allerdings eine Herausforderung. Nicht für das durch Segelboot-Nächte erprobte Lizchen, sondern schlicht wegen der Automarke. Im Smart wird der Sitz nun mal nicht zum Liegesitz, da kann man machen was man will. Ich sach nur: DER Leihwagen ist als Modell nicht zur Nachahmung empfohlen für solche Vorhaben. "Isch habe Rüüüüücken"... naja... zumindest, wenn man das trotzig dennoch versucht, weil kleine Lizchens gelegentlich recht dickköpfing sein können und partout nicht gewillt, das Experiment durch höheres Budget zu sprengen oder auf die Variante auszuweichen "allerschlimmstenfalls muss die Route dann eben vorzeitig abgebrochen und auf Streckenpunkt X vorzeitig nach MUC abgebogen" werden.Wie gesagt, Fun muss manchmal sein ;-))))

Merknotiz: Bei der nächsten kulinarischen Route anderen Leihwagen ausdrücklich aus derselben Preisklasse ordern - es gibt da durchaus beim Autovermieter meines Vertrauens und persönlicher Vorliebe geeignete andere Marken, die auch diese Anforderung erfüllen..

Auch der Mini-Kofferraum des Smart ist - abgesehen von der "nicht praktikablen Augenkosmetik durch bissl Schlaf" - ohnehin für Fotoausrüstung, Schlafsack, Wetterklamotten/Segeljacke, Gaskocher und die sogar nur sehr kleine Sporttasche für Ersatzklamotten "zu überschaubar", sprich klein. Dabei war ich noch mit kleiner Ausrüstung unterwegs.

Erst recht, wenn die Futter- und Kostprobenbeute eh schon den Fussraum des Beifahrersitzes belegen soll. Eine Kühlbox passte gar nicht rein. Grosses Manko spätestens ab Tag 2 und für frischere Beute auf dem Rückweg. Im übrigen und für sonstigen Gebrauch ist gegen dieses Leihwagen-Knutschkugerl nicht das Geringste zu sagen, erst recht für den moderaten Preis (der nach wie vor bei regelmässigem Vergleich mit anderen Angeboten unter Einschluss auch von Preisvergünstigungen durch Bahncard, Payback, Deutschlandcard u.a.m. ungeschlagen ist).

Sonst aber war die Route 4 Tage voller zauberhafter Impressionen, Inspirationen und Begegnungen Inter-Nationen, die gar nicht in einem einzelnen Post passen würden, selbst die Auswahl jetzt war schwer. Der erste Part - Tag 1 - ist jetzt online. Auftakt mit "Lauter(er) schönen Momenten - Dans les Pays de mon Grandpère" in Kaiserslautern. Darin erwähnte Rezepte sind - auch in den folgenden Teilen der kleinen Reportage - entweder bereits enthalten oder werden gesondert veröffentlicht, um die postings nicht komplett zu sprengen.

Ein Special wird es geben für ein paar Tips aus "Lizchens Cucina unterwegs" - Tips für Gaskocher, Zubereitung kleiner Speisen , etc.

Eines kann ich jetzt schon sagen - ich würde jederzeit SOFORT wieder fahren. Elsass und was auf der Route in den 4 Tagen zwangsläufig nicht alles machbar war, sowieso. Und es gibt bereits Pläne für Routes wieder ins Pfälzer Weinland, ins Elsass, aber auch in ein paar andere Gegenden.


Und nun ...ab nach Lautern... die Geburtsstadt meines Grossvaters Collet und seines Vaters und Grossvaters, auf deren Spuren und denen ihrer Ahnen, die bis in die Erbfolgekriege und die Folgen der französischen Revolution und nach Frankreich führen, ich - nebenbei - auch in Archiven dabei in Lautern und im Elsass unterwegs war.

Viel Spass.




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