Dienstag, August 04, 2009

Letzte Montags-Mehlspeise



Lizchens elsässisches Guglhupf-Dessert



...bis auf weiteres wohl. Zumindest für dbmS.


Heute:
Elsässer Guglhupf mit Hefeteig-Rezept nach Grossväter Art
(und nicht wie sonst am liebsten bei mir mit einem saftigen Rührteig)
- diesmal in Mini-Guglhupf-Form gebacken und mit Beeren in hausgemachter Vanillesauce serviert.
*






Denn heute ist nun die letzte Schmankerl-Woche für den besten meiner Söhne angebrochen -
bevor er in kaum einer Woche gegen mitternachts für rund 1 Jahr nach down under abfliegt.
Schau ma' mal, wem es dann schwerer wird, dass dann nicht mehr für ihn gekocht und gebacken wird:

IHM - der dann in Sydney & Co selbst auf Nahrungssuche gehen muss
MIR - die dann keinen so gut und gern schmausenden Filius bekochen und bebacken kann
oder....
EUCH .....weil ich mir dann was einfallen lassen muss, was dann fotografiert werden soll und kann, wenn die Küche nicht mehr ausgelastet ist .

Ich bin noch nicht sicher, ob mein jüngstes neues kulinarisches und fotografisches Betätigungsfeld für ein australisches Food-Medium IHM, MIR und EUCH da beim Schliessen der Lücke helfen wird.
But - I'll try my very best
- und bitte um kräftiges Daumendrücken und enthusiastische Entzugsbekundungen mit Hungertyphus-Beweisen für Eure weitere Fütterung.

Den Guglhupf nach elsässischer Grossvater-Art bäckt man mit Hefe. Nicht wie meine anderen ungezählten Guglhupf-Rezepte als schwereren und trotzdem saftig-lockeren Rührteig.

Zutaten:
500 g Mehl
1 Prise Salz
125 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
250 ml Milch, lauwarm
1 Würfel Hefe
2 Eier
125 g Butter, weich
4 bis 5 El Rosinen, in Rum oder Kirschwasser, am besten schon über Nacht oder noch länger vorher eingeweicht
2 cl Rum oder Kirschwasser

etwas Butter und Mehl für die Guglhupfform.

Backformen:
Die Zutatenmenge reicht für eine handelsübliche grosse Guglhupfform, man kann den Teig aber auch in Miniguglhupfformen wie im Bild für Desserts oder den Kaffeetisch oder die Teatime backen. Das ist mit einzelnen Minibackformen etwas umständlich, ich besitze dafür ein 12er Blech für Miniguglhupfformen, der Teig reicht für 24 Stück, so dass man in 2 Durchgängen oder mit zwei Blechen backen kann, ersatzweise kann man auch Muffinbleche oder Briochebleche verwenden.

Zu viele Minis? Kein Problem, frieren Sie einen Teil davon einfach ein, dann haben Sie für Überraschungsbesuch oder für Desserts an späteren Tagen etwas in der Rückhand.

Zubereitung:
1.
Backformen gut buttern, mit Mehl ausstäuben.
2.
Mehl in eine grosse (Schlag-)Schüssel mit einer Mulde in der Mitte geben. Salz am Rand und ein wenig in die Mitte streuen, ebenso mit dem Zucker verfahren. Vanillemark in die Mulde geben.
Hefe zerbröckeln und in der lauwarmen Milch rührend auflösen. Die Milch dann in die Mulde geben und unter Rühren mit einem Schneebesen oder einer Gabel zu einem glatten Vorteig mit einem Teil des Mehls und Zuckers anrühren. Mit sauberem Leinen die Schüssel abdecken und rund 15 Minuten gehen lassen.
3.
Danach das Gangerl (den Vorteig) mit dem übrigen Mehl, sowie nach und nach den Eiern und der weichen Butter zu einem glatten Teig verarbeiten und die Rumrosinen und den Rum unterheben. (Wer wegen Kindern oder sonst auf Alkohol verzichten möchte, lässt den Alkohol weg und gibt stattdessen noch ca 2-3 El Milch mehr hinzu). Mit sauberem Leinen die Schüssel abdecken und weitere ca 30 Minuten gehen lassen.
4.
Den Teig danach in die Guglhupfform füllen und noch einmal mit dem Tuch bedeckt rund 45- 60 Minuten gehen lassen.
5.
Dann bei 180° im vorgeheizten Ofen goldbraun backen. Bei der grossen Guglhupfform dauert das ca 45 Minuten, Stäbchenprobe machen und ggf. noch ein paar Minuten länger drin lassen. Bei den kleinen Backformen ist die Backzeit etwas kürzer (ca 30-45 Minuten).
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, ca 5-10 Minuten stehen lassen, dann aus der Form stürzen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt auf den Tisch bringen.

Tips:
Wenn man ihn als Dessert serviert, passt eine hausgemachte Vanillesauce sehr gut ebenso wie fruchtige Saucen sehr gut dazu. Besonders säuerliche Beerenfruchtsaucen oder Holundersauce sind dazu ein guter Begleiter. Auch sehr gut schmeckt er mit Vanillesauce, in die man abgeperlte Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder Blaubeeren streut.


© Copyright by Liz Collet
Bildquelle:
für RFL Nutzungsrechte:
Lizchens elsässisches Guglhupf-Dessert
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