Freitag, Juli 31, 2009

Tages-Gusterl: Gnocchi hausgemacht

Einer der Gründe, warum ich meinen Dampfkochtopf liebe, ist meine Gewohnheit, ihn am Wochenende oder am Montag mit einer grossen Portion Kartoffeln zu füllen, Pellkartoffeln zu dämpfen und sie dann für verschiedene weitere Gerichte des gleichen und einen der folgenden Wochentage zu verwenden. Nachdem bald 20 Jahre lang ein 4,5 l Topf seine Dienste brav getan hat, ist im Laufe des Frühjahres ein neuer 6,5 l Topf bei mir eingezogen. (Dank Bonuspunkten, wie hier schon mal angemerkt werden kann, mehr dazu dann nach Ablauf von Lizchens Samstags-UM-Frage am Wochen-Ende in einem eigenen Post dazu und zu den Bonuspunkten - also bitte noch hübsch brav weiter abstimmen, los los ! ;-).

Wer glaubt, so 6,5 l wären zu gross dimensioniert und soviele Kartoffeln brauche man doch gar nicht, nun - dazu kann ich nur sagen: Unter 3,5 - 5 kg Kartoffeln wäre in der Tat wenig ökonomisch und sinnvoll, den grösseren Dämpfer zu nutzen. Aber gerade das lohnt ja eben auch, in unserem Fall bereits für 2 Personen im Haus. Und obgleich ich tatsächlich selbst eine Weile geknobelt hatte, ob ich den zuvor kleineren Dampfkochtopf wirklich durch einen grösseren ersetzen sollte, nachdem der Haushalt mit 2 Personen ohnehin kleiner als früher ist und sich in Kürze noch einmal mit dem Abflug dbmS nach down under für 1 Jahr verkleinern wird, hat sich die Entscheidung durchaus als richtig bestätigt.

Erst recht, wenn man bedenkt, dass man mit dem Dampfkochtopf nicht nur sowieso schon Strom spart, sondern dann eben nur einmal den Strom dafür an Kostenaufwand hat, zugleich aber die Zutaten, mit denen man problemlos und auch als berufstätiger Schmankerlliebhaber sehr schnell dann abends wie mittags sogar in der Mittagspause frisch und gesund mit den Kartoffeln Gerichte zaubern kann.

Ausserdem wurde bei mir schon immer gern lieber Fleisch oder auch Brühe in grösseren Portionen gekocht und ein Teil davon dann portioniert eingefroren, vor allem bei Rindfleisch, Geflügel, usw. Bei Fleisch sowohl beim Garen im Ofen, als auch im Schnellkochtopf. Nicht zuletzt auch weil es dann besser im Geschmack ist und auch bessere Suppen, Saucen und Fonds entstehen.

Gekochte Kartoffeln sind im Kühlschrank leicht 3-4 Tage haltbar. Bratkartoffeln beispielsweise sind sogar dann besonders gut zu braten, wenn die gekochten Kartoffeln mindestens 1-2 Tage zuvor gekocht wurden.

Am ersten Tag werden aus den frisch gedämpften Kartoffeln bei uns besonders gern Gnocchi oder Knödl zubereitet aus den gepellten und noch warm durch eine Kartoffelpresse gedrückten Kartoffeln.
Auch frische Pellkartoffeln oder Kartoffelpüree sind am 1. Tag sehr beliebt.

Die Portion der gekochten Kartoffeln wird dann für die Folgetage verwendet für die erwähnten Bratkartoffeln, für Folienkartoffeln, Backkartoffeln mit Rosmarin, Gratin, Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, Kartoffelsoufflées, Rösti oder Kartoffelstrudel oder auch süsse Gerichte und Desserts mit Kartoffeln, die dann im Nu zuzubereiten sind.




Gnocchi hausgemacht

1 kg gekochte mehlige Kartoffeln, heiss gepellt, durch die Presse gedrückt, auf Arbeitsfläche ausbreiten,
100 g Kartoffelmehl
1 Eigelb
Prise Muskat und Salz zufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Abkühlen lassen und dann die Gnocchi formen: Teig in Stücke teilen, zu Rollen formen und mit dem Messer in gnocchigrosse Stücke teilen, formen, mit Gabel das Muster eindrücken. Gnocchi noch in etwas Kartoffelmehl wenden, damit sie nicht kleben.
In reichlich Salzwasser anschliessend ca 3 Minuten ziehen lassen, bis sie oben schwimmen.
In einer Pfanne etwas Olivenöl, 1 Knoblauchzehe und Salbeiblätter leicht erhitzen, Prise Salz, Pfeffer und Cayenne dazu geben und die Gnocchi darin schwenken, dann auf dem Teller mit ein paar Tomatenvierteln anrichten und etwas Parmesan darüber hobeln - fertig.




Gnocchi alla Casa di Liz



© Copyright by Liz Collet
Bildquellen für Print:

Keine Kommentare: