Donnerstag, Januar 15, 2009

Umsteigen, Einsteigen und Geniessen



Bei den aktuellen Temperaturen, den mehr als "frischen" Temperaturen outdoor und indoor und beim Gedanken an NK-Abrechnungen, bei denen man diese gleich noch ein zweites mal "geniessen" kann, träumt sicher so mancher nachts davon, dass ihn ein nachtzug bis zum anderen Morgen einfach mal "über Nacht" woanders aufwachen lassen könnte. Irgendwo, wo es wärmer ist, wenigstens milder. Wenigstens für ein Wochenende, vielleicht ein verlängertes ? Wo würde ich dann gerne aufwachen ? Hmm.... Keine Frage, was mir als erstes einfällt: Italien. Aber vermutlich wäre es da auch im Moment noch nicht so wirklich warm genug, um den Abend auf der Piazza in Bologna zu verbringen, nachdem man tagsüber durch die Stadt spaziert ist. Obgleich isch sagen muss, dass ich auch an kalten Novembertagen schon eben dort sass, Im Mantel, aber keineswegs frierend und bestens versorgt. Mit Wärmestrahler (ja, nicht mehr zeitgemäss, seit sie umweltunfreundlich verpönt sind) und wunderbaren italienischen Gaumentratzerln. Das Hotel lag gleich um die Ecke. Heute hätte ich meine Kamera im Gepäck, die ich damals noch nicht besass und wüsste, ein solcher Sprint hätte neben dem Streicheln der etwas frierenden und nach Urlaub sehnsüchtigen Seele auch noch den Effekt, Fotobeute mit nach Hause zu bringen. Kaum 4-5 Stunden brauchte ich zu diesem damals beruflichen Termin in Bologna mit dem unter bajuwarisch weissblauem Markenbau hergstellten Flitzer. Den gibt es heute nicht mehr und auch das nunmehrige Konjunktursackerl würde mich daher nicht in die Verlegenheitsfrage zwingen, ob ich ihn gegen eine staatliche Finanzspritze der Regierung nun gegen einen neu anzuschaffenden eintausche. Schon weil ich längst vom Auto auf Flug und Bahn umgestiegen bin, wenn ich den Radius der Isarmetropole verlasse.




Nicht nur bei aktuellen winterlichen Strassenverhältnissen. Es ist eine einfache Rechnung des jährlichen Aufwandes eines Geschäftswagens auf der einen Seite und der Flexibilität der Wahl anderer Reisemittel und ihrer nach Bedarf anfallenden und weit günstigeren Kosten auf's Jahr betrachtet. Bei freier Wahl zwischen Bahn, Flug und in manchen Fällen auch eines Leihwagens. Am meisten muss ich aber feststellen, dass es einfach entspannender ist, während der Reise entweder arbeiten oder mich einfach entspannen zu können, anstatt mich über das Fahrverhalten oder die Strassen- und Wetterverhältnisse ärgern zu müssen. Obgleich ich nach wie vor gerne Auto fahre. Bei manchen Fototouren ist es auch - zugegeben - wegen des leichteren Transports einiger Dinge wie die Kamerasachen oder der Erreichbarkeit abgelegener Motive praktischer. Aber eigentlich auch nur dann. Wie zB bei der zum Monatswechsel anstehenden Montgolfiade, die ganz sicher eine nur zu reizvolle Gelegenheit für Fotos wäre, bei der man aber sicher auch flexibler nicht zu Fuss nach Bahnanreise rund um den See ist, wenn man je nach Tageszeit, Licht und Gegenlicht und Perspektiven nach günstigen Standorten sucht. Und sich vielleicht auch gern mit etwas Heissem aus der Thermos beim Betrachten der Nutzungsmöglichkeiten der Thermik während solcher mehrstündiger Fototouren wieder aufwärmt.

Mit einem schönen heissen Tee... Tee ? Hm. das wäre - geht mir so durch den Kopf - auch eine gute Alternative für einen über Nacht erreichbaren Ort, um es sich mal wohlig gut gehen zu lassen. Allerdings in umgekehrter Richtung. An die Küste.




Wo auf den Inseln die Teekanne auf dem Stövchen mit wunderbarem Kandis und dem Wölkchen in der Tasse buchstäblich auf einen wartet. Nach dem Spaziergang am Strand.



Der ohnehin dann am schönsten ist, wenn er menschenleer ist.



Und wenn man sich die Küstenluft so richtig um die Nase hat wehen lassen, ist's umso gemütlicher und heimeliger dort.
Na, vielleicht doch mal Fahrpläne schmökern gehen,..... während der nächsten Kanne Tee auf meinem Stövchen hier..... Schauen wir mal, was mir dazu jetzt am liebsten wäre. Verlockende Auswahl genug hab ich ja neurdings hier



Tee bei Gourvita.com

entdeckt. Wenn man dort reinblättert, dann fällt das Träumen und Planen beim Schmökern in Fahrplänen gleich doppelt so gemütlich aus. Da muss man dann nur noch acht geben, dass man den Zug nicht verpasst, wenn man genüsslich Tee trinkend schwer in Versuchung geführt wird, auch das eine oder andere Teezubehör neu anzuschaffen, das - wie eine meiner beiden Teekannen - gerade den Weg vielen Porzellans gegangen ist: wenn es durch ungeschickte Hände zu Bruch geht (mea culpa.... seufz).



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