Sonntag, Januar 18, 2009

Stifte spitzen



Stifte spitzen kann eine sehr inspirierende Beschäftigung sein, wenn man im Creativpäuschen Ideen sammeln will. Auch Schreibtischschubladen aufzuräumen ist eine ebenso meditativ wirkungsvolle Methode, bei der - was mich betrifft - viele gute Ideen einfach so des Weges daher kommen. Wer grad beim Stiftespitzen ist, hat's leicht, dann sollte nur noch ein Ideenbüchl greifbar daneben liegen, um auch die Ideen nicht wieder zu verlieren.

Geschirrspülen hat bei mir den gleichen Effekt. Erstens läuft man selten Gefahr, dass irgendeiner Dich dabei stört, bevor man damit fertig ist. Und zweitens ist es eine der mechanischen Arbeiten, bei denen der Kopf prima frei werden kann.
Bei der ersten Methode kann man zudem schnell zwei Dinge mit erledigen: Ordnung in Schubladen schaffen und Vorrat auf erforderliche Nachkäufe des Büromaterials oder Schreibbedarfs prüfen und die Bestell- oder Einkaufsliste dafür mit abhaken. Toner für Kopierer und Faxgeräte mit zu checken schadet dabei auch nicht.


Bei der Gelegenheit habe ich wieder mal festgestellt, dass und wie viele Möglichkeiten man dazu online inzwischen hat und dass mein Einkaufsverhalten sich in vieler Hinsicht und in vielen Bereichen ins Inter-Einkaufs-Netz verlagert hat. Vor ca 10 Jahren haben berufliche Gründe die Nutzung des Internets auch für Buchungsvorgänge bestimmt: Kongresskorrespondenz vor allem für internationale Kongresse, später auch für die im Inland, bei der die Einreichung von Vorträgen und Manuskripten ausschliesslich online erfolgte und erfolgt. Buchungen der Kongresstermine, Korrespondenz mit den Veranstaltern, Presseagenturen, welche die "publications" dafür machten und mal eben von jetzt auf gleich ppt-presentations online haben wollten. Und Buchungen von Flügen, Mietwagen und Hotelzimmern, die ich ganz gern über eine bestimmte online-Hotelagentur erledigte, anstatt immer die Kongresshotels zu wählen, die von der Kongressleitung als Auswahl angeboten wurden.
Im Laufe der Zeit diente dann das Internet auch zur Suche nach Produkten, Preisvergleichen - aber nicht unbedingt zum Einkauf, wenn Alternativen auch vor Ort für die dann recherchierten Produkte bestanden. Inzwischen ist das Internet dagegen fast durchweg der erste Zugriff bei der Suche, als auch beim Einkauf selbst. Mit Ausnahme von Kleidung oder Schuhen.
Selbst der Abschluss einer Anfang 2006 nötig gewordenen neuen Versicherung fiel unter meine Internet-Abschlüsse mit guter Erfahrung seither damit, obgleich das zu den typischen Geschäftsabschlüssen gehört, die ich zuvor nicht auf dem Weg getätigt hätte.
Eine der Herausforderungen für den Handel und Dienstleister wird in den kommenden Jahren bleiben, die man als die 4A-Regel bezeichnen könnte: Optimierung von Qualität bei Angebot, Abschluss, Abwicklung und Altersanpassung für ihre Leistungen.

Den Spass am Guggen-Gehen nimmt es dagegen nicht, wenn man in den Läden bummelt. Allerdings ist das Einkaufsnetz inzwischen dann überwiegend nur noch mit frischen Waren wie Lebensmitteln gefüllt. Den Genuss, mich von denen auch vor Ort im Laden durch Aromen, Anblick, Warensortiment "angankeln" zu lassen, mir Appetit machen, mich inspirieren zu lassen, den würde ich auch nicht missen wollen. Aber für den bleibt ja auch noch genug und mehr Zeit, wenn man die nach dem Spitzen der Stifte nötigen Büromaterialbestellungen online und jederzeit ausserhalb der Marktzeiten des Gemüsemarktes erledigen konnte, stimmt's ?
Und auch für inspirierende Arbeitspausen, in denen beim brainstorming dann so feine Ideen wie mit dem frischen Meerrettich und den zarten Schnittlauchblüten herauskommen.



So wie für diese Buchweizenblinis: etwas Frischkäse mit frisch geraspeltem Meerrettich, etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, einem Spritzer Zitronensaft oder etwas Abrieb von einer unbehandelten Zitrone und etwas Schnittlauch vermischen und als Tupfer auf die Blinis setzen, mit Schinkenwürfelchen oder gehacktem Schnittlauch oder - für Einladungen mit Gästen mal was Feines - mit ein paar Kugerln Kaviar (zB vom Lachs, vom Saibling oder von der Forelle) garnieren. Auch lecker: vegetarische Variante mit ein paar Stücken oder Spitzen von jungem grünen, leicht angebratenem Spargel. Oder mit klein gewürfelter Salatgurke, Paprika oder Radieschen.

Hier hatten die Blinis einen zarten Auftritt als Fingerfood, natürlich kann man sie auch als amuse bouche vor dem ersten Gang im Menü oder als solchen servieren.
Wo man Saiblingskaviar bekommt? ....... Natürlich im Internet. Adresse gern, mail genügt.
;-)

(c) Copyright by Liz Collet
Bildquelle für RFL, Postkarten, Poster und FineArt
siehe Menü und gern auf Anfrage.



1 Kommentar:

Vnukot hat gesagt…

Love the pics! :)


http://babamitrajanka.blogspot.com