Donnerstag, November 13, 2008

Rote Beete und Friends



Namen haben sie unterschiedliche, regional mehr oder minder leicht variierend. Bei uns heissen sie seit Kindertagen je nachdem welcher Grossvater über sie sprach "Rote Rannen" oder "Rote Ruabn". Zu dieser Zeit war die einzige Variante, wie sie auf den Tisch kam, diejenige in Scheiben und säuerlich in Essig eingelegt. Wie so manche andere Rüben und Wurzeln unter den Gemüsen sind sie bis vor nicht allzulanger Zeit als nicht "fein" genug in Menüs betrachtet und auch sonst recht stiefmütterlich in der Küche selten oder gar nicht auf Speisezetteln zum Zuge gekommen. Schade, denn der Einwand der mühevollen und durch ihre Färbung beim Zubereiten unbeliebte Verwendung greift nicht mehr. Im Handel bekommt man bereits gekochte Ware, in Vakuum verpackt mit bequemen Haltbarkeitsrahmen. Nutzt man beim Schneiden dann ggf. auch Einmal-Handschuhe, sind sie eine unkomplizierte und mit wenig Zeitaufwand verwendbare Zutat auch für ganz feine Küche. Beispielsweise auch für die bevorstehenden Festtage im Dezember.
Wer die Möglichkeit hat, kann selbst im Büro - wie ich - im Nu aus diesen Rübchen eine leichte "Soup to Go" zaubern. Oder vorbereitet mitnehmen und in der Mikro erwärmen.

Diese Suppe ist ein absolutes Fix-und lecker-Rezept, das weniger aufwendig und mit weniger Zutaten als ein klassischer Borschtsch auskommt:
Vorgekochte, nicht marinierte Rote Rübchen in Stücke oder Scheiben schneiden, mit etwas Sahne oder Sahne-Milch-halb und halb-Mischung aufkochen und ca 3-5 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Pürierstab oder Mixer pürieren, mit Salz und Pfeffer und nach Gusto mit einer Prise Cayenne abschmecken und servieren.
Die Suppe kann man sehr gut mit einer Prise scharfen Cayennes abschmecken, da sie wie alle Rübengemüse selbst eine leicht süsse Note hat, ähnlich wie die von Karotten, Pastinaken oder Petersiliewurzel




Pro Person eines der Rübchen reicht als leckere Kombination mit Rucola, Tomaten, Blattsalaten nach Wahl, etwas gehobeltem Parmesan und - je nach Geschmack mit Schinkenstreifen, Räucherlachs oder Forelle Graved Art, etc - mit einem eleganten Dressing für einen Salat zur Vorspeise oder als Zwischengang.



Zu einem auf der Hautseite gebratenem Zander an Salat und z.B. mit einer leichten Petersilien- oder Kartoffelrahmsauce sind die gegarten Rübchen eine aromatisch feine Begleitung.

Natürlich würde ich die roten Rübchen nicht in ein und demselben Menü in allen Gängen verwenden, aber für jeden Gang eines Menüs lassen sie sich creativ integrieren.Das gilt auch für ein Dessert, bei dem ich in einem der folgenden Posts der kommenden Wochen noch ein Rezept in Kombination mit Käse für eine Fotoserie plane.


(c) Copyright by Liz Collet
Bildquellen click @ Cucina de Light für RFL, als Postkarten und Print @ Liz Collet-MyGall und gern auch auf Anfrage(siehe auch Frischer Wind - die News)

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