Donnerstag, September 25, 2008

Mini-Mandel-Amerikaner - und Träume von Venice




Wie man es macht, dass es morgens schon so wunderbar nach italienischen Biscotti zum Espresso duften kann? Nun, man kann natürlich bei diesen fast schon novemberlich trüben Nebelstimmungen nach Venedig fliegen,



wo diese Atmosphäre zwar immer irgendwie ein wenig surreal und trotzdem so viel passender als überall sonst scheint. Man kann es aber auch ohne "Venedig sehen und sterben" und ohne trübe Novembernebel dort "aushalten". Bei Traumwetter.



Ob man dazu die Herbstferien oder ein kurzes oder bissl langgezogenes Wochenende nutzt oder das Glück hat, immer mal wieder Gelegenheit, zwischen beruflichen Terminen dort, ein bisschen Zeit drumherum auszunutzen, allein für die Biscotti und das Frühstück in Italien komme ich da schwer in Versuchung. Oder auch gerne nach Bologna





oder Florenz. Beide fantastisch geeignet, um sich in allen möglichen Läden den Tag zu erhellen, selbst wenn auch dort das Wetter nicht besser sein sollte. Denn was man dort an Biscotti, Pasta,






Prosciutto, Vino, Formaggio und an unendlich verlockenden Aromen und Zutaten für ein italienisches Abendessen ein paar Tage später wieder daheim




in ein paar Stunden Marktspaziergang zwischen ein wenig Kultur (die auch sein darf, auch für Schmankerlliebhaber) und vor dem Abendessen finden und in den Marktkorb packen kann,



lässt alles trübes Wetter vergessen.
Was aber macht man, wenn alle diese verlockenden kleinen Auszeiten gerade ein Stück weit zu weit weg liegen, um sich die trübe werdenden herbstlichen Tage noch ein mal woanders zu versüssen oder zu verschlemmen ? Egal ob räumlich, terminlich oder wegen des manchmal so langen Umweges, den man durch den Geldbeutel bräuchte ? ;-)

Man zaubert sich einfach ein wenig von dem Frühstücksduft eines italienischen Frühstücks und der Biscotti in die Cucina daheim, trinkt einen starken Morgenespresso dazu, oder zwei, schliesst die Augen und träumt ein bisschen von dem allen. Und den Rest des Tages ist man dann irgendwie nicht in Berlin, Hamburg, München oder anderswo. Sondern mitten in ein paar erholsamen italienischen Momenten. Wer's nicht glaubt, probiert es einfach mal aus. Und wenn er's nach diesem Rezept nicht bis zum Abend und einer leckeren Pasta durchhält mit dem Träumen, holt sich vielleicht einfach in der Mittagspause noch eine "Nase voll Aromen" auf dem Markt um die Ecke. Oder eine fertige, hausgemachte Portion Ravioli oder Gnocchi bei Vini & Pannini am Kurfüstenplatz oder im italienischen Feinkostladen nahe dem Rotkreuzplatz in München. Und wird dort auch noch ein paar andere Schmankerl für ein paar weitere italienische Träumereien und Momente für den Abend entdecken.

Für den Anfang zum Frühstück eignet sich dieses Rezept für (eigentlich) Mini-Mandel-Amerikaner, das auch unter anderem bereits von mir bei den Küchengöttern von GU veröffentlicht wurde. Aber sie duften wunderbar nach Mandeln und Vanille und italienischen Biscotti. (Warum wohl ? Na, mal die Zutaten ansehen, dann ahnt man's schon *augenzwinker*)


Man nehme - die Zutaten:

100 g Butter, zimmerwarm, 100 g Zucker, 1 Vanilleschote, das Mark davon, 2 Eier, Gr L, 1 Prise Salz, 2 El Amaretto, 4 El Milch, 250 g Mehl, 1 Pckg Puddingpulver Mandel mit Mandelstückchen, 3 Tl Backpulver, leicht gehäuft

Und dann geht's los, ganz leicht, step by step:

1.
Backofen auf 175° (Elektroherd, 155° Umluft) vorheizen. Vanilleschote aufschneiden, Mark herausschaben und mit dem Zucker mischen. Mehl, Puddingpulver und Backpulver miteinander gut vermischen.

2.
Dann in einer großen Rührschüssel weiche Butter und Zucker mit dem Vanillemark schaumig rühren. Salz und nach und nach die beiden Eier hinzufügen und gut verrühren. Dann Milch und den Amaretto hinzufügen und anschließend die Mehlmischung. Den Teig gut verrühren, bis er reißend vom Löffel geht.

3.
Ein Backblech mit Backpapier belegen. Dann mit zwei Teelöffeln den Teig portionsweise aus der Schüssel nehmen und auf das Backblech setzen.

4.
Amerikaner auf der mittleren Einschubschiene im Backofen goldbraun backen. Nach dem Backen entnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

5.
Sie schmecken pur, mit Puderzucker bestäubt, zu Marmelade, können aber auch mit etwas zerlassener Kuvertüre auf der Unterseite bestrichen werden oder mit einem weißen Zuckerguss aus Puderzucker, den man mit etwas Zitronensaft und/oder Wasser zähflüssig verrührt und aufträgt.

6.
Beim Auftragen des Gusses die Amerikaner anschließend auf der Spitzseite trocknen lassen oder noch mit bunten Streuseln (bei der Kuvertüre) oder Schokostreuseln beim hellen Zuckerguss (mögen Kids gern) bestreuen und trocknen lassen. Letzteres passt gut für Kindergartenfeste und Geburtstage.

7.
Als Glasur für die Unterseite kann man auch Haselnussglasur verwenden und gehackte Mandeln oder Mandelkrokant darauf streuen.



Mini- Amerikaner
und
Mandel-Biskuit


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Kommentare:

Bea hat gesagt…

Hallo liebe Liz

die Minis sehen sowas von lecker aus - werde ich auf jeden Fall nachbacken. Jamm, jamm :-)

Liebe Grüsse an dich, Bea
... die deine Bilder immer wieder gerne und mit Entzücken betrachtet.

Elke hat gesagt…

Muss ich unbedingt ausprobieren. Wenn das so gut schmeckt, wie es sich liest, dann wird das mein neues Kaffeegebäck.
Herzlichen Gruß
Elke