Dienstag, September 09, 2008

Guglhupf-Tage



Einfach mal eine Pause einlegen. Der Zeit zuhören. Wia's vergeht, die Zeit.
An einem Tag im Jahr. Heut mal mit einem meiner Lieblingslieder. So Zeiten braucht's manchmal auch. Tasse Tee auf den Tisch. In die Laube, wenn's so schön wie heute ist. Und vielleicht sogar die ersten Seiten im neuen Krimi von Grisham aufschlagen und schmökern, die der beste meiner Söhne direkt nach dem Mitternacht-Glockenschlag mit verschmitztem Glückwunsch überreichte. Und einfach mal tief durchatmen. Bevor man eine neue Runde loslegt. Neue 365 Tage.




Das geht natürlich keinesfalls ohne den traditionellen Guglhupf, der an diesem Tag nie fehlen darf.





Mit besonders vielen Rosinen, die vorher schon ein paar Wochen oder Monate in gutem Rum eingelegt sind. Wer im September Geburstatg feiern darf, hat das Glück, dass dann die Ernte im vollen Gange ist und Beeren, Früchte, Gemüse, Gewürze und Kräuter in reicher Fülle und Auswahl frisch auf dem Markt sind und auch in den hier umliegenden Gärtnereien buchstäblich frisch vom Feld zu bekommen. So schmeckt der Guglhupf noch lecker mit frischen Johannisbeeren genauso gut, wie ohne eingelegte Weinberln mit frisch gemahlenen Mandeln unter den Teig gemengt, inmitten bunt gemischter Kuchen- und Früchtetafel, ebenso als Guglhupf "Isabella", der eine geheime besondere Füllung birgt. Am schönsten ist der Duft morgens in "min Backstuuv", wenn der Kuchen noch frisch aus dem Ofen kommt und zum Abkühlen auf dem Rost steht, wie der marmorierte Latte Macchiato-Amaretto-Guglhupf, der schlicht ein Traum ist, so saftig und lockerleicht mit der Marmorierung.

Gleichwohl: Am Geburtstag selbst MUSS es der Klassiker sein. In der grossen Guglhupf-Backform. Einfach mit eingelegten Rum-Weinberln. Puderzucker drauf und ............Genuss pur. Und für die mehr oder minder kleinen oder auch nicht so kleinen Gäste sind ein paar zusätzlich in den Ofen geschobene Bleche Mini-Guglhupferl zum Kaffeetisch genauso lecker und fix weg geschmaust, wie sie später, wenn's dann auf den Heimweg zugeht, noch ein paar davon immer gern mit nach Hause nehmen.







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