Sonntag, Oktober 14, 2007

Hefe, Pudding, Sahne, Cranberries....

sind eine unkomplizierte und schnelle Kombination für leckere Kaffeeschnecken.
Ob man dabei den Hefeteig selbst macht - mit Trockenbackhefe oder frischer Hefe - oder gefrorenen Hefeteig verwendet, wie ich das heute mal ausprobiert habe, das Ergebnis sind leckere,lockere Hefeschnecken.

Natürlich mache ich hefeteig am liebsten selbst und mit frischer Hefe. Allerdings habe ich inzwischen mit dem Hefeteig Garant bereits mehrmals die Probe auf's Exempel gemacht und bin mit den Ergebnissen absolut zufrieden.
Johann Lafer hat am Samstag in der Sendung "Lafer ! Lichter ! Lecker!" zwar auf die Zuschauerfrage erklärt, dass er Frischhefe der Trockenhefe vorziehe, da das Gebäck bei frischer Hefe seiner Meinung nach lockerer werde und den Tip gegeben, frische Hefe einzufrieren und sie beim Auftauen in noch gefrorenem Zustand in der lauwarmen Milch aufzulösen und aufzutauen. Ein Tip, den ich sicher demnächst ausprobieren werde. Ob aber gefrostete (und dann ca 6 Monate haltbare) Frischhefe dann auch noch soviel besser sein wird, als Trockenhefe, wird sich erst nach einem dann möglichen Vergleichsversuch herausstellen. [ Zu ggb. Zeit dazu mehr].



Wie also würde sich gefrorener Hefeteig dann im Vergleich dazu beweisen ? Das konnte ich mir bisher nicht so wirklich vorstellen. Oft bekomme ich aber gerade auch bei Hefeteig zu hören, soll heissen: in Mails zu lesen, dass der doch so viel Aufwand mache und ausserdem nicht immer gelinge und ausserdem für Singles - egal ob 30+, 40+ oder 50+ - schwer in kleineren Portionen zu machen sei. Besonders wegen der Fragen, die ich aus der Altersgruppe der 50+ (und weit darüber !) manchmal bekomme und die sich mir zunehmend selbst stellen, wenn ich mir beim Einkauf oft unbemerkt Senioren beobachte, sind der Grund, warum ich mir vorgenommen habe, nun auch regelmässig solche Produkte zu testen und zu verwenden, die für diese Zielgruppe (was für ein Wort !) im Handel in Betracht kommen könnte.

Dass mit Henry II zudem auch für die Herstellung ein Gerät im Einsatz ist, das auch für den Minihaushalt ein prima Tester ist, schadet dabei vielleicht nicht.

An diesem Sonntag habe ich mir also eine Packung Hefeteig in der Frostpackung mitgenommen und ausprobiert. In sämtlichen umliegenden Geschäften und Doscountern des Viertels bekommt man entweder gar keinen oder nur das Produkt einer einzigen Firma, obgleich andere TK-Produkte auch von anderen Unternehmen bestückt werden. Schade, ich hätte gern auch die anderer Firmen mal ausprobiert. [Bitte jetzt keine TK-Ware zusenden - ich bin ja nicht immer da, um sie entgegenzunehmen, und das wäre doch schade - Scherz beiseite ]. Sollte aber einer der Hereinblinzler aber Erfahrung mit dieser oder andere Hefeteig-TK gemacht haben, fände ich interessant, wie deren Ergebnisse sind.

Die Packung enthielt 3 Scheiben in der gleichen Grösse, wie man schon lange Blätterteigscheiben gefroren erhält, 450 g. Sie sind geschmacksneutral und daher für süsse wie herzhafte Gerichte verwendbar.

Die Scheiben nebeneinader am besten auf einer sehr leicht bemehlten Fläche ausgebreitet auftauen lassen. (Ohne leichtes Bemehlen darunter, lassen sich die Teigscheiben nach dem vollständigen Auftauen etwas schwierig von der Fläche lösen).

Laut Packung soll der Teig dann zu einem Stück geformt und durchgeknetet werden und dann noch mal zugedeckt 15 Minuten ruhen, bevor er dann weiter verarbeitet wird.

Ich habe aber nun testen wollen, ob man (Single-Bedarf testend !) auch mit der einzelnen der 3 Teigplatten gut weiterverfahren kann. Also die einzlne Teigplatte nach dem Auftauen durchgeknetet, dann ausgerollt und mit Teigrad in 6 Streifen ausgeradelt.
Mit zerlassener Butter bepinselt, mit Rohrzucker bestreut, zu Schnecken lose aufgerollt und in eine viereckige Lasagneform (21x12 cm) nebeneinander gesetzt.




Dann 1 EL Zucker mit Inhalt von 1 Packung Vanillepuddingpulver vermischen und mit 2/3 (also ca 140 -160 ml) des Inhaltes eines Bechers Sahne verrühren.




Über die Hefeschnecken so giessen, dass diese sowohl innen, als auch rundherum schön im Rahm stehen. Dann noch einige Cranberries oder Rosinen zwischen die Spiralen der Hefeschnecken stecken (vom Rahm bedeckt, damit sie nicht beim Backen verbrennen, sondern saftig ziehen)



Im Ofen goldbraun backen. Im Elektroherd am besten bei 175°.



Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, noch in der Form Aprikotieren: Dazu etwas Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser oder Rum in einem Töpfchen erhitzen und leicht reduzieren lassen und mit dem Pinsel auf das noch warme Gebäck auftragen.

Sobald das Gebäck abgekühlt ist, entweder zum Kaffee pur, zu Apfel-, Birnen- oder Zwetschgenkompott als Dessert oder zu Vanillesauce als Mehlspeise servieren.

In der Adventszeit kann man unter das Puddingpulver auch etwas Adventsstimmung mischen, wenn man eine Prise Zimt darunter rührt oder - noch vorweihnachtlicher duftend und aromatisch etwas von dem "Finesse Weihnachtsaroma" - absolut himmlisch dieses Aroma, das ich in den kommenden Wochen ganz bestimmt noch in manchen anderen Rezepten ausprobieren werde.

Keine Kommentare: