Dienstag, September 18, 2007

In die Hände gefallen: Frittierte Zucchiniblüten

Am Wochenende war ich - Henry II




hat sehr spezielle Eckdaten für den Gebrauch geeigneter Förmchen und Formen zum Backen - noch auf einen kleinen Hupfer zum Viktualienmarkt, in der Hoffnung, bei meinem Lieblingsküchenparadies etwas Geeignetes zu ergattern. Zuvor unternommene Versuche, bei schwedischen Möbelhäusern, Discountern und in Kaufhausabteilungen Ofengeschirr zu ergattern, das die Maße 22 x 14 x 6 cm nicht überschreitet oder zu nah an die obere Heizleiste gerät, erwies sich allerdings als recht wagemutigs Unterfangen. Öfen wie den von Henry II nutzt man eben auch nicht zum Backen, sondern für "Fastfood de Frost und Friends" - basta ! [Zitat einer Verkäuferin]. Von wegen basta, das wäre schliesslich gelacht. Und wie immer wurde ich im Haus meiner Haushaltsträume fündig. Dazu dann bei anderer Gelegenheit mehr.



Als ich dann in die Abendsonne wieder hinauskam, waren die Markleute schon heftig beim Abräumen und mit dem Töpfchen Nachschub für Petersilie wurde es verständlicherweise nix mehr.




Aber manchmal braucht und manchmal hat der Mensch sogar Glück an ganz unerwarteter Stelle und so fiel mir buchstäblich ein Schälchen Zucchiniblüten in die Hände.
Schon seit den ersten, die ich in Castellina in Chianti geniessen durfte bei meinem ersten Toscana-Urlaub, in dem ich von Siena aus sternförmig die Toscana und viele wunderschöne kleine Orte entdeckte, standen sie längst auf dem to-do-Block der Rezepte, die ich daheim ausprobieren wollte. Eigentlich neigt sich die Saison auch allmählich dem Ende zu. Aber dieser hier waren wunderbar und frisch und gehörten zu den kleineren "männlichen" Blüten, die man eher weniger zum Füllen, als zum Frittieren mit einem leichten Teig verwenden kann.

Als ich nach einem geeigneten Teig dafür suchte und zunächst naturgemäss in den Büchern blätterte, die ich auch für die kürzlichen Kürbisrezepte schon in Händen hatte, wurde ich
allerdings ein wenig enttäuscht. Auch im Net fand ich fast nur identische Rezepte und die sämtlich mit Bier als Zutat, das ich eigentlich schon in den Rezepten für den teig von Apfelküchl nicht mag.

Also verwendete ich für den Teig
2 Eier,
150 g Mehl
1 Prise Salz
etwas (von meinem Geburtstag noch übrig gebliebenem) Prosecco
für den Teig, dann die Blütenstempel der Zucchiniblüten vorsichtig aus den Blüten entfernen, Blüten vorsichtig mit Wasser reinigen (damit sich keine fleischlichen "Vitamine" mehr darin befinden können), durch den Teig ziehen und in erhitztem Öl goldbraun backen.

Auf frischem Leintuch oder Krepp abtropfen lassen und pur oder mit einem leichten Dressing servieren.

Für das Dressing kam diesmal als Begleitung zum Dinner mit den Zucchiniblüten zum Genuss:

1/2 Becher Crème fraîche
1/2 Becher Joghurt
etwas frische Zitrone, Salz, Pfeffer, 1 Prise Cayenne und 1-2 sehr fein gehackte Blättchen Minze
cremig gerührt als Dip im Schälchen oder als Sauce am Teller mit einigen Blättchen Minze garniert.


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Bildquellen und Leinwand/Fotodruck

Frittierte Zucchiniblüten

Zucchiniblüten



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