Dienstag, Mai 22, 2007

Über die Inspiration alter englische Rosen














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Am Samstag hab ich vormittags das herrliche Wetter und die Gelegenheit genutzt, nach dem Weg zum Postamt für einige Büchersendungen mit dem Rad noch in Ruhe und mit Genuss eine Runde durch das alte Stadtviertel zu drehen. Erst ein bisschen die Läden in der Nähe des Postamts abgebummelt, dann aus Neugier ein wenig in dem Blumenladen schnuppern gegangen, an dem ich immer nur vorbei trabe, wenn ich meine täglichen Erledigungen abklappere. Leider war er drinnen enttäuschender, als die draussen täglich aufgebauten Blumentöpfchen hoffen liessen. Von drei nicht mit Kunden beschäftigten Floristinnen hätte man auch ein wenig Enthumsiasmus erwarten können, aber die Auskunft zum Preis einer der Kakteen wurde so lustlos zwischen den dreien erst wechselseitig diskutiert und dann weitergegeben, wie die Rosen traurig köpfchenhängend neben der Kasse in den Seilen, pardon: Wasserzylindern hingen. Nur weil sie trotzdem noch wunderschön dufteten, entschied ich mich, ihrem dortigen Leiden ein Ende zu machen und mir für 50ct das Stück 4 alte englische Rosen eizuheimsen.Auch wenn sie nicht mehr taufrisch dort in der Vase mit zwei weiteren von ihnen hingen, aber sie sahen grade noch gut genug für Fotos aus und immerhin erwies sich, dass sie tatsächlich auch zuhause seither noch wunderbar duften. Ich habe mir vorgenommen, demnächst in anderen Blumenläden noch einmal herumzuschnuppern, ob ich dort nicht auch fündig werden könnte – aber mit frischerer Ware und Floristinnen mit mehr Empathie an der Arbeit.
Anschliessend nahm ich meinen Weg noch durch ein paar Seitenstrassen der Gartensiedlung mit den wunderschönen blühenden Gärten bis zum Botanikum, liess dies aber diesmal aus, da der Einkauf des Topfens allzu lange Bummelei nicht zuliess bei dem warmen Wetter. Doch konnte ich nicht widerstehen und habe mir auf dem Weg dorthin und an diesem vorbei eine Reihe von Blüten und Zweigen gepflückt, die nicht in Gärten wuchsen und damit nicht wirklich geklaut waren. So gerieten unvermutet einige Blüten in das (zweifelhafte ?) Vergnügen, munter im Fahrradkorb vor mir köpfchennickend und fröhlich Blütenköpfchen-in-die-Gegend-schwenkend mit mir nach Hause zu radeln. Verschiedene mehr oder minder wilde Heckenröschen, deren wüste Stacheln aber den Kampf gegen mein Nagelscherchen aus dem Rucksack verloren haben, teilten den Korb mit Klee, der – bahhhhhh !! - mit Vorliebe nahe Ameisenlöchern und BEISSENDEN Ameisen wächst. Was mich nicht hinderte, mir trotzdem eine Handvoll davon zu ergattern. Gelbe Wiesenbutterblumen mischten sich in diese Radtour, dazu ein paar Zweige Hollerblüten und zwei Handvoll Gänseblümchen.

















Fröhlich gestimmt und in bester Laune, mich an die Küchenpflichten zu begeben, gab ich nur die Blüten geschwind in eine grosse Wasserschale und die Duftrosen in einen hübschen Glaskelch. Der Duft war wie eine Verlängerung des Spaziergangs noch während der diversen Hausfrauen- und Schreibtischpflichten. Sollte man viel öfter machen. Nachmittags hab ich mich dann daran gemacht, mir ein neues Rezept auszudenken und auszuprobieren, bei dem ich keinen Backofen brauche. Not macht erfinderisch, denn der Herd streikt seit einigen Wochen partiell – Backofen und zwei Herdplatten sind zum Zwecke der Druckverhandlung über die Entlassung aus dem Beschäftigungsverhältnis von meinem 17 Jahre alten Herd in den Streik berufen worden und täglich droht er durch demonstratives Zurückhalten der Hitze beim Einschaltend er verbliebenen beiden Herdplatten, dass er nicht mehr lange mit mir verhandeln werde. Besänftigendes Zureden nutzt da nix mehr,....auch tiefes Seufzen, leider. Da für’s erste aber so bald noch nicht an die Neueinstellung von Küchenpersonal aus der technischen Abteilung zu denken ist, gilt es erfinderisch bei der Zubereitung des Sonntagskuchens zu werden. Nicht immer mag man Waffeln, auch wenn es dafür reizvolle und vielfältige Varianten gibt, oder Pfannkuchen. So lockte mich schon länger, mal „kalt zu backen“, m.a.W. Torten aus dem Kühlschrank auszuprobieren. Der Duft alter englischer Rosen und das sonnige Möchte-gern-Ferienwetter machten dabei Lust auf frische Früchtchen, Beeren und Kuchen, die an englische alte Landhäuser oder Gartentische in bunten Gärten friesischer oder anderer Küstenregionen denken lassen. Was daraus wurde, sind














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Lizchen's "Sommerfrische Fruchtschnittchen"

Dazu 300g Butterkekse fein bröseln, mit zerlassener Butter mischen und das Gemisch auf dem Boden einer Springform oder - wie hier bei mir - in einer flexiblen viereckigen Tortenform auf einer Tortenplatte gleichmässig verteilen und festdrücken. In den Kühlschrank stellen. Dann 7 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.Aus 1000 g Topfen (Quark), 125 g Zucker, 2 TL Vanillezucker, Saft einerfrisch gepressten Zitrone eine Creme schlagen. 2 Becher Sahne (400m l) steifschlagen.Die eingeweichte Gelatine in einem Topf sanft bei kleiner Hitze auflösen, Topf vom Herd nehmen und kurz danach nacheinander 2 EL der Quarkcreme in die Gelatine rühren, dann weitere 2 EL daruntermengen, anschliessend die Gelatineflüssigkeit unter die Quarkcreme gleichmässig unterrühren, dann die steif geschlagene Sahne darunter heben.Frische Früchte in Stücke schneiden. Die Hälfte der Quarkmasse auf den Kuchenboden verteilten, darauf die Fruchtstücke verteilen, dann die zweite Hälfte der Quarksahnecreme auf den Früchten verteilen, Oberfläche glatt streichen. Ab in den Kühlschrank, mindestens 3 Stunden kühlen. Dann in Stücke schneiden, mit gebräunten und abgekühlten Mandelblättchen oder -stiften und weissen hauchdünn gehobelten Kuvertüreraspeln ausgarnieren und frischen Fruchtscheibchen dekorieren.In die Törtchen habe ich heute frische (gehäutete) Pfirsichstücke in der einen Tortenhälfte, Himbeeren in der anderen Hälfte gegeben. Sehr lecker wird die Torte aber auch mit frischen Johannisbeeren (rot oder schwarz oder beides), Brombeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen oder Mango.

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